Das Robin Hood -

Arm und Reich an einem Tisch

Der Film erzählt die Geschichte von Padre Ángel, der mit allen ihm möglichen Mitteln versucht, dass Zitat von Papst Franziskus „Wir müssen lernen, die Solidarität zu leben, denn ohne Solidarität ist unser Glaube tot“, in die Tat umzusetzen.

Wir besuchen ihn in seiner Kirche, in der Madrider Innenstadt, die er 7 Tage pro Woche, 24 Std. täglich geöffnet hat. Obdachlose dürfen nachts auf den Bänken schlafen und die Armenspeisung wird auch täglich durchgeführt. Doch Padre Ángel war das noch nicht genug. Er möchte den Armen gerne ein ganz besonderes Geschenk machen. Das Geschenk heißt - Würde, Menschlichkeit und Normalität - wenn auch nur für ein paar Stunden. Und so eröffnete er vor kurzem das Restaurant „Robin Hood“, in dem am Tag die Gäste Geld für den Abendbetrieb spenden können.

 

Am Abend hat das Robin Hood für Bedürftige geöffnet, die, nach einer Anmeldung in der Kirche von Padre Ángel, hier einen Tisch reserviert bekommen. 2 Stunden Normalität ist ein Glück, von dem hier alle über Tage zehren. Die ehrenamtliche Kellnerin Isabelle empfängt am Abend die Gäste mit ihrem freundlichen Lächeln und ihrer offenen Art. In der Kirche hatten wir tagsüber auch den Arbeitslosen Antonio getroffen, der heute Abend einen Platz im Robin Hood bekommen hat. Er hat sich extra schick gemacht, denn dies ist ein besonderer Abend für ihn. „Ein wunderbarer Traum“, so sagt er, „der hier in Erfüllung geht. Hier werde ich seit langer Zeit wieder behandelt, wie ein ganz normaler Gast.“ So wie früher, bevor er plötzlich seine Arbeit verloren hatte.

Für Padre Ángel ist das Grund genug weiter zu machen. Er ist schon auf der Suche nach Sponsoren, die ein weiteres Restaurant unterstützen und nach den geeigneten Räumen. Denn das Nächste soll nicht nur mehr Plätze haben, er möchte auch den Mittags- und den Abendbetrieb zusammenlegen. Arm und Reich an einem Tisch. Das ist der große Wunsch des Padres.

Titel: Das Robin Hood - Arm und Reich an einem Tisch
 2017
 
 
Themen: Padre Angel, Solidarität, Armut, Obdachlosigkeit, Gemeinschaft

Regie: Christian Gropper

Kamera: Matthias Schellenberg / Christian Gropper

Schnitt: Thilo Becker

Produktion: Gropperfilm

Im Auftrag des SWR-Fernsehens

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